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Jakub Boehme


Jakob Böhme wurde 1575 in Alt-Seidenberg (heute: Stary Zawidów) geboren und war ein deutscher Mystiker, welcher einen wesentlichen Einfluss auf europäische Denker und Philosophen hatte. Er wurde in einer Bauernfamilie geboren. Der Vater des Philosophen besaß einen Bauernhof mit 35 ha. In seiner Kindheit besuchte Jakob Böhme die hiesigen Schulen, dann wurde er zu einem Schuhmacher in dem nahe liegenden Seidenberg (heute: Zawidów) in die Lehre gegeben. Im Frühling 1599 wurde Jakob Böhme als Schustermeister in das Görlitzer Bürgerregister eingetragen. Nach der Heirat mit Katharina Kuntzschmann, Tochter eines Fleischermeisters, kaufte er im August 1599 ein Haus vor dem Neißetor (heute I. Daszyńskiego-Straße 12 in Zgorzelec auf der polnischen Seite).

 

1600 erlebte der Görlitzer Schuster eine große Vision, die sein ganzes weiteres Leben prägte. Ein Freund und der erste Biograph des Mystikers Dichter Abraham von Frankenberg schreibt, dass Böhme, „als er 25 Jahre alt war, eines Tages Gottes Licht überkam (…) und er in die größte Tiefe, also Zentrum der geheimen Natur, eingeführt wurde.“ Der Schuster ging zu den Wiesen an der Neiße, um das Bild "aus dem Herzen zu entfernen", aber "je länger er das Bild erlebte, desto stärker und klarer wurde es." Später erlebte Böhme weitere Aufklärungen, und beschloss, seine mystischen Erfahrungen niederzuschreiben. 1612 entstand sein erstes Werk unter dem Titel „Aurora oder Morgenröte im Aufgang“. Dieses berühmte, erste, unvollendete Werk des Görlitzer Schustermeisters, das Alchemist aus Liegnitz Balthasar Walther lateinisch „Aurora“ betitelte, erschien lange nach dem Tod des Autors. Der engste Freund des Mystikers, Besitzer von Leopoldshain (heute: Łagów) Karl Ender von Sercha schrieb das Manuskript von Böhme ab oder ließ es abschreiben. 1613 kreisten unter den Intellektuellen schon einige Abschriften von „Aurora“. Eines davon erreichte den Görlitzer Hauptpastor Gregor Richter, den dogmatischen Lutheraner, der von der Kanzel eine Predigt hielt, die die Werke des Autors verdammte. Der Schuhmacher wurde kurz inhaftiert und das Original des Manuskriptes beschlagnahmt.

 

Nach dem Verkauf seiner Schuhbank war er als Wanderhändler tätig. Bei Reisen in der Lausitz, Schlesien und Böhmen gewann er viele einflussreiche Freunde und Anhänger. Der Schuhmacher und Philosoph war u.a. mit Kaspar von Fürstenau aus Lissa Oberlausitz (heute: Lasów) bei Penzig (heute: Pieńsk), Christian Bernhard aus Sagan (heute: Żagań), Liegnitzer Landrat Hans Zygmunt von Schweinichen, Herren von Sommerfeld aus Wartha (heute: Bardo), und auch Balthasar Walther, der dem Görlitzer den ehrenhaften Namen "Philosophus Teutonicus“ gab (Böhme ist der erste Philosoph in Deutschland, der nicht lateinisch, sondern in der Muttersprache schrieb). Die hervorragendsten Schüler des Theosophen war Jan von Tschech (verst. 1649) aus der Glatzer Grafschaft sowie der schon erwähnte Abraham von Frankenberg (verst. 1652).

 

Die Jahre 1618-1624 bildeten den fruchtbarsten Zeitraum im Leben des Meisters Böhme. 1619 entstand „Die Beschreibung der drei Prinzipien göttlichen Wesens“. Im Winter 1619/1620 kam aus der Feder des Philosophen " Von dem Dreyfachen Leben des Menschen“ und dann „Vierzig Fragen von der Seelen“. In dieser Zeit entstanden noch folgende Hauptwerke von Böhme: „Vierzig Fragen von der Seelen“, „Von sechs Theosophischen Puncten“ und „Von der Geburt und der Bezeichnung aller Wesen“ sowie „Mysterium Magnum“, das ein Kommentar des Denkers zum „Genesis“ darstellt. 1624 wurde Böhmes Werk im Görlitzer Verlagshaus von Hans Rambau gedruckt, das den Titel "Der Weg zu Christo" erhielt. Die Herausgabe des letzten Buches nahm der Hauptpastor Richter als eine persönliche Herausforderung, auf die er besonders scharf reagierte. Im August 1624 verstarb Gregor Richter, was jedoch die Hetzjagd nicht milderte, die der Pastor gegen dem Meister Böhme begann. Im Herbst reiste Böhme nach Schlesien, wo er sich mit seinen Anhängern traf. Aus Schlesien kam er nach Görlitz (damals: villa gorelic) todkrank zurück. Er starb in der Nacht vom 16. auf 17. November 1624. Vor seinem Tod befahl er seinem Sohn Tobias, alle philosophischen Handschriften an Michael Ender von Sercha aus Leopoldshain (heute: Łagów), Bruder von Karl abzugeben. Die Schriften des Görlitzer Schusters kamen mit der Zeit nach Holland, wo schon 1631 Druck einzelner Werke des Mystikers begann. Schnell erschienen Übersetzungen in die niederländische und englische Sprache, so dass sogar der englische König Karl I. (enthauptet 1649) noch vor seinem Tod die Arbeiten von Böhme lesen und sein eifriger Anhänger werden konnte. In England hatte der Görlitzer Denker einen großen Einfluss auf die Entstehung der mystischen Bewegung in Anglikanismus, dessen Gründer George Fox (1624-1690) war. Auf den britischen Inseln war ein großer Bewunderer des Schusters aus Görlitz Isaac Newton, der die erste Anregung zu seiner Gravitationstheorie nach der Lektüre von Böhmes Werken bekam. Die Blütezeit des Interesses fürs Schaffen von Teutonicus fand an der Wende 18./19. Jahrhundert statt. Besonders viele Enthusiasten hatte der Görlitzer Mystiker unter Denkern und Dichtern der deutschen Romantik, wie: Friedrich Wilhelm Schelling, Novalis, Ludwig Tieck, Georg Hegel, Franz von Baader und Friedrich Schlegel. Böhmes Bewunderer waren auch: der in Danzig geborene deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer sowie der Nobelpreisträger aus Agnetendorf Gerhart Hauptmann. Bedeutend beeinflusste Böhme Carl Gustav Jung, den schweizerischen Psychoanalytiker, der in vielen seinen Büchern die Person des Görlitzer Mystikers erwähnte. Böhme wirkte sich stark auf Menschen nicht nur in Westeuropa, sondern auch in den slawischen Ländern aus (Adam Mickiewicz, August Cieszkowski, Nikołaj Bierdiajew, Władymir Sołowjow, Wincenty Lutosławski).

 

Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Polen und Sachsen 2007-2013 finanziert.
Stowarzyszenie Kuźnia Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen Die Europäische Union Operationelles Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit Sachsen - Polen 2007-2013
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